Grundinformation
Fertigstellung |
2018
Bauherrschaft |
GGBS GmbH u0026 Co KG, Stuttgart
Architektur |
strauss architektin, Stuttgart
Tragwerksplanung |
Frank Zimmermann, Boll und Partner Beratende Ingenieure VBI, Stuttgart
Bauzeit |
6 Monate
Geschosszahl |
3 + 2 Geschosse Aufstockung
Grundstücksgröße |
471 m² (incl. Hintergebäude)
Bruttogrundfläche |
290 m²
Baukosten, netto (KG300 + 400) |
1.718 € / m² BGF (1.810 € /m² BGF incl. Abbruchkosten ausgebautes Dachgeschoss)
Fotografie |
Dorothee Strauss, Sebastian Zoeppritz
Technische Aspekte
Konzept |
Holzständerbauweise, gekapselt K2 60, mit Gipsfaserplatten beidseitig beplankt. WDVS Mineralwolle. Innen zusätzlich Vorsatzschalen in Trockenbauweise; Flächenelemente Fa. Lignatur AG, Untersicht Sichtqualität werkseitig weiß lasiert
Holzbaufirma |
Holzbau Schaible GmbH, Wildberg-Schönbronn
Herkunft des Holzes, Zertifizierung |
70% aus Österreich (Salzburg u. Steiermark), 30% aus der Schweiz (Bern)
Nachverfolgbarkeit des Holzes |
PEFC: Fichtenholz (Decken); Holz aus dem Schwarzwald (Wände)
Wertschöpfungskette Holz |
alle beteiligten Handwerker stammen aus dem Großraum Stuttgart/Schwarzwald
Energiestandard |
EnEV
Technische Ausstattung |
Fernwärme der Stadt Stuttgart, Primärenergiefaktor fP=0,55
Energieverbrauch |
52,6 kWh/m²a
U-Wert Wand | Dach | Boden | Fenster in W/(m²K) |
0,15 | 0,14 | - | 0,85
Der
Alpenraum verfügt über enorme Waldflächen, die überwiegend nachhaltig bewirtschaftet
und entsprechend zertifiziert sind. Die Nutzung von regionalem Holz spart nicht
nur Transportwege gegenüber dem Import von Holz aus dem europäischen oder gar außereuropäischen
Raum, mitunter aus zweifelhafter Quelle, sondern sichert und fördert insbesondere
die regionale Wirtschaft (Handwerk, Baugewerbe, Produktionsbetriebe, Forst).
Projekte, die mit diesem Piktogramm versehen sind, nutzen nach eigenen Angaben
(nahezu) ausschließlich Holz aus der EUSALP-Region.
Holz
eignet sich exzellent zur Wiederverwertung. Selbst jahrhundertealte Dielen,
Bohlen und Stämme aus alten Holzgebäuden lassen sich noch einer stofflichen
Verwendung zuführen, ob wieder als Baumaterial oder als Ausgangsstoff etwa für
die Fertigung neuer Produkte. Ein wichtiger Aspekt ist es, dafür schon im Planungsprozess
auf die spätere Trennbarkeit der verwendeten Materialien zu achten.
Projekte, die mit diesem Piktogramm versehen sind, haben sich bewusst mit dem
Rückbau des Gebäudes und des Holzes befasst und lassen eine problemlose
Weiterverwendung erwarten.
Durch
seine hervorragende Eignung für die industrielle Vor- und Serienfertigung
lassen sich beim Einsatz von Holz oft Kostenvorteile erzielen. Eine gewisse
Unabhängigkeit von Witterungsverhältnissen sowie die regionale Produktion und
verkürzte Bauzeiten können ein Bauvorhaben kosteneffizienter machen.
Projekte, die mit diesem Piktogramm versehen sind, weisen Nettobaukosten für
Konstruktion und Technische Anlagen (Kostengruppen
300 und 400, DIN 276-1) von maximal 2.000 Euro pro Quadratmeter BGF
(Bruttogrundfläche) auf.
Holz
einzusetzen bedeutet nicht, dass keine anderen Materialien mehr verwendet
werden. Hybridbauweisen etwa mit Holz und Stahlbeton haben sich bewährt und
vereinen die Vorteile der verschiedenen Baustoffe. Konstruktiv ist Holz
geeignet, dass Tragwerke von erheblicher Höhe und Spannweite daraus erstellt
werden können.
Projekte, die mit diesem Piktogramm versehen sind, verfügen über ein rein
hölzernes Tragwerk ab Ebene 0; erdberührte Untergeschosse aus (Stahl-) Beton
und Geschossdecken in Holz-Beton-Hybridbauweise sind dabei aber möglich.
Lageplan
Grundriss 4. OG